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Das Programm zum Download:
Jahrmarkt 2012, pdf (pdf, 740 kB)
Mit schaustellerischen Sensationen der Vergangenheit wartet der nächste Jahrmarkt anno dazumal im LVR-Freilichtmuseum Kommern auf. Angesagt hat sich die traditionsreiche Schaubuden-Familie Heitmann mit ihrem großen Belustigungsgeschäft „Auf der Reeperbahn nachts um halb Eins" auf dem Jahrmarkt, der längst zum Vorbild für Nostalgie-Kirmessen in der Bundesrepublik geworden ist. Damit ist das in den 1960er-Jahren gebaute und heute nur noch selten aufgebaute Geschäft nach Jahrzehnten erstmals wieder auf einem rheinischen Jahrmarkt zu bestaunen.
Hinter der 17 Meter langen Fassade erwartet die Reeperbahn ihre Gäste mit Lachkabinett und Irrgarten, Rollenden Tonnen, Zerrspiegeln und einem Gebläse-Laufsteg, auf dem Damenröcke gelüftet werden. Besucherinnen in weiten Röcken und Petticoats sind besonders willkommen!
Angekündigt hat sich auch der über 150 Jahre alte „Floh-Circus" von Robert Birk. Damit kommt eine absolute Rarität auf den Jahrmarkt, die sonst fast nur noch auf dem Münchner Oktoberfest aufgebaut wird. Der Flohzirkus wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von Roloff Otava als Wanderzirkus gegründet und tourte durch ganz Europa. Selbst Papst Leo XIII. und Kaiser Wilhelm II. bestaunten Otavas Flohdressuren. 1948 übergab Otava seinen Flohzirkus an seinen Neffen Peter Mathes, der damit erstmals das Münchner Okto-berfest bereiste. 1972 übernahm Sohn Hans den Zirkus. Wegen einer Erkrankung des Flohdompteurs musste der Zirkus von 2002 bis 2004 pausieren. Dann übernahm Robert Birk, Freund von Hans Mathes, den Flohzirkus, der ihn noch heute betreibt.
Für den Jahrmarkt anno dazumal vorgesehen ist auch der Auftritt eines „Herkules". Starke Männer, die Ketten sprengen und mit ihren Zähnen Eisen verbiegen, waren in früheren Jahrhunderten typische Attraktionen auf Jahrmärkten. Wenn der Herkules in Kommern auftritt, werden sich viele Gäste an den „Großen Zampano" aus Federico Fellinis Meisterwerk „La Strada" erinnern…