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Anna Ippendorf lebte im Jahr 1870 mit ihrem Mann Caspar in Kessenich bei Bonn in der Burgstraße 25.
Das Haus hatten sie sechs Jahre zuvor vom Ortsvorsteher Johann Josef Kemp käuflich erworben. Caspar Ippendorf arbeitete am Rhein am neu eröffneten Eisenbahntrajekt, das wegen des deutsch-französischen Krieges stark frequentiert ist. Sie selbst arbeitet im Haus und im Garten, aus dem sie die Erträge an die Poppelsdorfer und Bonner Bürger verkauft.
Im Museum stellt Anna Ippendorf den Kontakt zu den Besuchern durch ihre hausfraulichen Tätigkeiten in vorindustrieller Zeit her: Kochen auf offenem Feuer, Spinnen am Spinnrad sowie mit der Handspindel, Besen binden, Holzhacken usw... Sie kommt ganz häufig auch durch die Gartenarbeit mit den Besuchern ins Gespräch: Anbau von alten Gemüsesorten, Aufzucht, Ernte, Zubereitung und Konservierung. Durch die zeittypische Gewandung einer Frau des 19. Jahrhunderts wird die Authentizität so komplettiert, dass der Museumsbesucher sich gut und gerne ins Jahr 1870 "zurückentführen" lässt.
